Botanische Freiland-Exkursionen:
Die Pflanzenwelt ist die unbestreitbare Grundlage des Lebens auf unserer Erde. Allein die Pflanze ist durch Photosynthese in der Lage Sonnenenergie in energiereiche Zuckerprodukte umzuwandeln, die den Ausgangsstoff für alle anderen organischen Rohstoffe darstellt. Darüber hinaus ist ein "Abfallprodukt" der Photosynthese der lebenserhaltende Sauerstoff ohne den die uns so vertraute Umwelt ebenfalls nicht denkbar wäre.
Daher überrascht es nicht, dass wir die grüne Pflanzendecke als selbstverständlich empfinden, da sie nahezu jeden Winkel unserer Erde bedeckt. Im Gegenzug erscheinen uns Regionen dieser Welt als lebensfeindlich in denen Pflanzen nicht vorrangig in Erscheinung treten.
Die Exkursionen von BioLogis sollen ihnen die Faszination der Pflanzen näher bringen. Dabei spielt es keine Rolle ob sie Vorkenntnisse in der Botanik haben oder nicht. Wir sind gerne bereit uns auf ihre individuellen Bedürfnisse einzustellen, denn die Beschäftigung mit der Biologie ist eine schöne Sache und soll ihren Wissensstand nachhaltig bereichern.
Wir bieten ihnen:
- die allgemein-biologischen Zusammenhänge und Ökologie der verschiedenen Lebensräume, wie z.B. Wiesen, Heiden, Moore, Wälder, Auen...
- die Betrachtung der einzelnen Lebewesen mit ihren morphologischen Besonderheiten, wie z.B. den Bau und die Funktion der verschiedenen Blüten und Blätter zum Anlocken, Verköstigen und Fang der Bestäuber, usw.
- Bestimmungsübungen zu den einzelnen Arten, und zusätzliche Information über die morphologischen Zusammenhänge, anhand derer die verschiedene Arten den Gattungen, Familien, Ordnungen, usw. zugeordnet werden können.
Alle Exkursionen finden in kleinen Gruppen statt und sind natürlich sehr stark abhängig von der Jahreszeit und dem Ort der Führungen. Dementsprechend ergeben sich daraus auch die Schwerpunkte der Führungen, z.B. Frühblüher, Sommerblüher, Wiesenpflanzen, Uferpflanzen, Wälder, Moore, Heiden oder Pilze.
Die Exkursionen finden vornehmlich in Nordrhein-Wesfalen und Rheinland-Pfalz statt. Dort insbesondere in der Wahner Heide (nur an Wochenenden!), Königsforst, Siebengebirge, Kottenforst, Siegaue, Vulkaneifel, Ahrtal, Schnee-Eifel, Losheimer Graben.
Mehrtägige Exkursionen in andere Regionen, z.B. die Alpen sind in Vorbereitung.
Zum anderen bietet BioLogis auch Exkursionen durch Botanischen Gärten von Deutschland an.
Aufgrund der räumlichen Nähe bietet sich die Flora in Köln an, aber auch der besonders sehenswerte botanische Garten in Bonn. Ausflüge in die ebenfalls sehenswerten botanischen Gärten in Berlin und München, sowie der Palmengarten in Frankfurt/Main sind gleichfalls realisierbar. Für besonders interessierte Botanikfreunde ist auch eine Reise zum botanischen Garten in Kew-London möglich, der die umfangreichste botanische Sammlung in Europa präsentiert.
Generell ist bei allen Exkursionen festes Schuhwerk, Regenbekleidung und etwas Verpflegung notwendig. Darüber hinaus sind Lupen und Taschenmesser von Vorteil und bei den Bestimmungsübungen dementsprechende Literatur.
Besonders empfehlenswert hierfür sind:
- Schmeil, O. & Fitschen, J. - Flora von Deutschland und angrenzender Länder - Heidelberg und Wiesbaden: Quelle & Meyer
- Rothmaler, W. - Exkursionsflora von Deutschland. Band 2, Gefäßpflanzen: Grundband - Jena und Stuttgart: G. Fischer
- Rothmaler, W. - Exkursionsflora von Deutschland. Band 3, Gefäßpflanzen: Atlasband - Jena und Stuttgart: G. Fischer (nur in Verbindung mit Band 2 sinnvoll!)
Bevor sie die Anschaffung eines dieser leider etwas teureren Bücher in Betracht ziehen, setzen sie sich bitte mit uns in Verbindung. Denn auch andere, bebilderte Bestimmungsbücher sind für zahlreiche Anforderungen durchaus brauchbar und deutlich günstiger zu erwerben. Zur Bestimmung von Gräsern, Gehölzen und Pilzen sind z.T. andere Bücher erforderlich.
Darüber hinaus verfügt BioLogis über eine gewisse Zahl von Bestimmungsbüchern, die wir selbstverständlich gerne zur Verfügung stellen.
Seminare & Kurse
BioLogis bietet zu verschiedenen Themenbereichen Seminare & Kurse an. Alle Veranstaltungen basieren auf Dia-Vorträgen, die die entsprechenden Inhalte anhand einfacher Beispiele verdeutlichen sollen. Die Inhalte und Motive sind so gewählt, dass sie auch in der heimischen Natur nachvollzogen werden können. Darüber hinaus werden auch besonders anschauliche "Exoten" in die jeweiligen Vorträge eingebunden.
Die Seminare dauern 1,5 Stunden und beinhalten einen Dia-Vortrag mit anschließendem interaktiven Gespräch über das Vorgetragene um die jeweiligen Inhalte zu diskutieren oder mögliche Fragen zu beantworten.
Die Kurse umfassen einen deutlich größeren Zeitrahmen, der je nach Thema oder besonderen Anforderungen mehrere Stunden oder auch Tage über einen längeren Zeitraum einnehmen können. Die Kurstage werden durch eine thematische Einführung eröffnet deren Inhalt dann im folgenden anhand praktischer Übungen und der entsprechenden Anschauungsobjekte gemeinsam erarbeitet wird. Dadurch wird ein deutlich tiefer Einblick in die Materie ermöglicht und ein umfassenderes Wissen kann vermittelt werden.
Sowohl die Seminare als auch für die Kurse sind sowohl für Laien als auch für Fortgeschrittene konzipiert. Der Rahmen einer solchen Veranstaltung ist aber genauso wie die Themenbereiche und das gewünschte Lernziel im Vorfeld sorgfältig abzusprechen und zu planen.
Die folgenden Themenvorschläge sind jederzeit verfügbar, aber auch andere Inhalte die ihr Interessensgebiet vertiefen sollen sind kurzfristig möglich.
Die Blüte
Die Blütenpflanze
*Das Pflanzenreich
*Fleischfressende Pflanzen
*Morphologie der Blütenpflanzen
*Sukkulenten
*Ökologische Interaktion zwischen Blütenpflanzen und ihren Bestäubern
*Bestimmungsübungen
*Die technische Umsetzung dieser Kurzbeschreibungen lässt noch ein wenig auf sich warten, daher bitten wir um ihr Verständnis. Wenn sie Fragen zu diesem Thema haben, dann melden sie sich bitte bei uns: Info@BioLogis.de
Ergänzend zu den Seminaren & Kursen kann durch halb- und ganztägige Exkursionen die praktische Erfahrung ihres Interessengebietes selbstverständlich deutlich naturverbundener gestaltet werden. Weitere Informationen hierzu finden sie auf der dementsprechenden Seite unseres Angebotes.
Die Blüte
Blüten-, Kelch-, Staub- und Fruchtblätter sind seit der Schulzeit ebenso bekannte Begriffe, wie Stempel, Narbe, Pollen und Nektar. Die Erfahrung zeigt aber, dass selbst bei den unkompliziert gebauten Blüten von Tulpen und Rosen die Zuordnung dieser Begriffe schnell zum Ratespiel wird. Regelrecht abenteuerlich kann es werden wenn man daraufhin die Funktion der Blattorgane hinterfragt oder gar deren Herkunft.
Dieser Vortrag wird Ihnen die Zuordnung und Funktion dieser Begriffe, sowie die Verteilung auf die beiden Geschlechter wieder ins Gedächtnis bringen. Darüber hinaus wird erklärt wo und wie Samen und Früchte entstehen. Welche Mechanismen ausgebildet wurden um gezielt Bestäuber anzulocken oder gar abzuwehren.
Besitzen Moose und Farne ebenfalls Blüten, oder wann ist eine Blüte eine Blüte? Was sind die Unterschiede zwischen nacktsamigen und bedecktsamigen Blüten, und warum unterscheidet man Blütenpflanzen in dieser Weise. Gibt es noch andere Kriterien?
Auch diese Fragen werden durch das Seminar über die Blüte nicht nur beantwortet, sondern durch tiefgreifende Erläuterungen über die Einteilung der Samenpflanzen ergänzt. Am Ende dieses Vortrages sollte ihnen die großsystematische Aufteilung der Klassen und Unterklassen anhand von Blütenmerkmalen verständlich sein.
Die Blütenpflanze
Im Vergleich zum Aufbau einer Blüte erscheint die Unterteilung einer Pflanze in Spross, Blatt und Wurzel nahezu banal und nicht weiter kompliziert. Und in der Tat folgt der Aufbau aller Blütenpflanzen diesem einfachen Prinzip und lässt sich dem zur Folge auf einen Bauplan zurück führen.
Nur wo befinden sich z.B. bei einem Kaktus die Blätter ? Was sind Nadeln und warum kann man an Kartoffeln die Anlagen von Blättern finden ? Was sind Luftwurzeln, Ausläufer, Zwiebeln, Sprossdornen, Stacheln, Dornenblätter, Rankenblätter oder was ist der Unterschied zwischen Keimblättern, Niederblättern und Hochblättern?
Dieser Dia-Vortrag wird ihnen zeigen das z.B. der Aufbau eines Gänseblümchens dem eines Kaktus oder einer Eiche entspricht. Deren Unterschiede bestehen vornehmlich in den verschiedenen Ausprägungen von Wurzel, Spross und Blatt.
Ebenso deutlich wird, dass anhand dieser sogenannten vegetativen Organe die Einteilung des Pflanzenreichs in einkeimblättrige und zweikeimblättrige Blütenpflanzen vollzogen wird. Dass sogar viele Pflanzenarten und Pflanzenfamilien leicht an ihren Blättern und Sprossen zu bestimmen sind.
Ziel dieses Vortrags ist es bei ihnen das Grundlagen-Wissen über den Aufbau der Blütenpflanzen wieder zu festigen. Das eigentlich einfache Bauprinzip anhand einiger Beispiele zu verdeutlich, so dass sie auch selbstständig in der Lage sind die zahlreichen Umbildungen der Pflanzenorgane zu erkennen.
Dieses Wissen wird ihnen helfen die wissenschaftliche Einteilung der Pflanzen besser zu verstehen, denn sie basiert nach wie vor auf der genauen Betrachtung der Lebewesen und das Erkennen und Bewerten von Gemeinsamkeiten und Unterschieden.